Tectura-Experte zum Thema E-Bilanz: „Die Zeit läuft, aber sie läuft noch nicht davon.“ (Teil 1)

19 Sep

Während jede Mehrwertsteuer-Änderung von den Medien aufmerksam begleitet wird, rollt aktuell eine umfassende Neuerung auf Unternehmen zu, die außerhalb der Fachkreise bisher kaum für Aufmerksamkeit sorgte: die E-Bilanz. Denn die vom Gesetzgeber geforderte elektronische Übertragung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung hat weitreichende Auswirkungen auf fast alle Unternehmen in Deutschland.

Andreas Müller, Finanzbuchhaltungsexperte beim Microsoft Gold-Partner Tectura, erläutert die Hintergründe der E-Bilanz, erklärt, worauf sich Unternehmen jetzt schon vorbereiten können und beschreibt, welche Hausaufgaben Microsoft noch zu erledigen hat.

„Die E-Bilanz ist schon da“, „die E-Bilanz kommt“, „die E-Bilanz ist verschoben“ – schon bei der aktuellen Terminlage gehen die Meinungen auseinander. Herr Müller, was ist im September 2012 Stand der Dinge bei diesem Thema?
Andreas Müller: Ursprünglich war die erstmalige elektronische Übertragung der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz für das Ende des Geschäftsjahres 2012 geplant. Formal bleibt dieser Termin auch bestehen, aber das Bundesfinanzministerium hat durch einen Nicht-Anwendungserlass die E-Bilanz für ein Jahr ausgesetzt. Mit Stand heute müssen erst die Daten des Geschäftsjahres 2013 den Anforderungen der E-Bilanz genügen. Aber auch wenn der Termin aufgeschoben wurde, die Arbeit in den Unternehmen ist damit nicht aufgehoben. Die Zeit läuft, aber sie läuft noch nicht davon.

Was würden Sie Unternehmen raten, die sich jetzt auf die E-Bilanz vorbereiten wollen? Welche Schritte sind heue sinnvoll?
Wir betrachten das Thema aus zwei Blickwinkeln: Es gibt einerseits inhaltliche Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Andererseits muss die IT-Installation an die Gesetzgebung angepasst werden. Und genau das würde ich auch Unternehmen raten: Im ersten Schritt prüfen, welche Auswirkungen die Vorgaben der E-Bilanz auf die bisherige buchhalterische Praxis haben. Und dann schauen, wie das im ERP-System abgebildet werden kann.

Bleiben wir beim ersten Schritt, der inhaltlichen Vorbereitung: Wie sollte diese konkret aussehen?
Dreh- und Angelpunkt der E-Bilanz sind die sogenannten Taxonomien. Im Kern handelt es sich hier um Kataloge, die von der Finanzverwaltung vorgegeben werden und die die Positionen vorschreiben, die im Rahmen der E-Bilanz übermittelt werden. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, den bisher genutzten Kontenrahmen mit den Vorgaben der Taxonomien in Einklang zu bringen.

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  1. Tectura-Experte zum Thema E-Bilanz: „Die Zeit läuft, aber sie läuft noch nicht davon.“ (Teil 2) « Tecturas Dynamics-Blog - 24. September 2012

    […] Hier lesen Sie den ersten Teil des Interviews. […]

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